Natur und Landschaft
Auf den Dächern des Vogtlandes
Bis auf eine Höhe von 900 Metern schmiegen sich die idyllischen, schiefergedeckten Häuser Klingenthals an die Hänge des Aschberges. Steigt man noch ein paar Meter höher, erreicht man den 974 Meter hohen Schneehübel bei Morgenröthe-Rautenkranz, die höchste Erhebung des Vogtlandes. Der Kuhberg bei Netzschkau bringt es auf 511 Meter Höhe und überragt damit das nördliche Vogtland. Im Schatten des Prinz Georg Turmes zieht eine liebevoll gestaltete Modelleisenbahn ihre ewig gleichen Runden durch eine improvisierte Vogtlandlandschaft.
Wasserreiches Vogtland
Um die Hochwassergefahr zu bannen, wurden im Vogtland zahlreiche Talsperren angelegt. In Pöhl verschwand dafür ein ganzer Ort in den Fluten. Entstanden ist ein beliebtes Naherholungsgebiet mit Camping und Bootsverkehr. Eine Minigolfanlage, ein spannender Kletterwald, ein Autokino und ein Erlebnisbad sorgen für einen abwechslungsreichen Aufenthalt. In Pirk wurde 1959 die erste Talsperre des Vogtlandes errichtet. Auch hier herrscht reger Badebetrieb, Segler, Ruderer und Angler sind in ihrem Element. Im Oberen Vogtland entspringen zahlreiche Mineralquellen, welche zu Heilzwecken und als Mineralwasser verwendet werden. Baden wie einst die Könige können Sie im Badehaus von Bad Elster. Des weiteren lohnt sich die Verkostung der Marienquelle, schließlich labte sich schon Dichterfürst Goethe daran.
Humorvolles aus dem Vogtland
Mit Humor kommt man je bekanntlich einen entscheidenden Schritt weiter. Dies dachten sich wohl auch die Pausaer und machten ihren Ort zum “Mittelpunkt der Erde”. Das Städtchen wird von 12. Längengrad östlich von Greenwich durchquert. Ein gläserner Globus auf dem Rathaus verkündet die Botschaft.
Es lohnt sich für Besucher unbedingt, in den Keller des Gebäudes hinabzusteigen, dort rotiert die Erdachse und verlangt nach alkohollastigem Schmierstoff. Keine Angst, für den Vertrieb des Getränkes sorgt die “Erdachsendeckelscharnierschmiernippelkommission” höchstpersönlich. Mit einem originelleren Mitbringsel können Sie die Daheimgebliebenen kaum überraschen.
Mystisches aus dem Vogtland
Die Sagengestalten des Vogtlandes stammen aus den Wäldern. Allen voran der Moosmann, ein hilfsbereiter kleiner Kerl, nebst Gattin, welcher für die armen Waldarbeiter Laub zu Gold werden lässt. An Weihnachten ziert er die Fenster und hält böse Geister fern. Dazu zählt die Winselmutter, wer ihr Heulen vernimmt, sollte Stillschweigen bewahren, um vor Unheil verschont zu bleiben. Führt Sie der Weg in das Heimatmuseum von Falkenstein, können sie die Sagengestalt in allen Formen und Variationen bestaunen.
