06.02.2012

Kunst und Kultur

Wie das Vogtland zu seinem Namen kam
Seinen Namen verdankt die Region den Vögten von Weida, welche im 12. Jahrhundert über das Elstergebiet herrschten. Nachdem das Vogtland in die Hände der Wettiner, der Markgrafen von Nürnberg oder der böhmischen Könige fiel, wurde 1602 der erste Vogtlandkreis gebildet. Vierzig Jahre lang war das Vogtland eine Grenzlandschaft. Die Blicke ins nahe Bayern blieben verwehrt. Außer, man stieg hoch genug hinauf und konnte die Wälder des Fichtelgebirges erahnen, bei klarer Sicht vielleicht auch den Sendemast auf dem Ochsenkopf ausmachen. Heute muss man sich anstrengen, um noch Spuren dieser Zeit zu finden. Denn es wuchs zusammen, was nun einmal zusammen gehört.

Das sollte man gesehen haben
Findige Kaufmänner erfanden in Plauen die Spitzenproduktion und heimsten auf der Pariser Weltausstellung 1900 zahlreiche Preise ein. Im einzigen Spitzenmuseum in Deutschland kann man die Herstellung des kostbaren Stoffes miterleben. Der Verkaufraum hält manche Schätze bereit.
Eine Kostbarkeit war auch die Flussperlmuschel, in den Bächen des Oberen Vogtlandes zuhause. Die Perlmuttausstellung in Adorf präsentiert die schillernden Kunstwerke. Zentrum des Musikwinkels ist Markneukirchen. Im Paulus-Schlössel sind 3 000 Instrumente aus aller Welt zu sehen.

 

Die Palette reicht vom riesigen Kontrabass bis hin zur gerade einmal fingergroßen Geige. Das beschauliche Morgenröthe-Rautenkranz rückte 1978 ins Licht der Öffentlichkeit. Sigmund Jähn, Sohn der Stadt, flog als erster Deutscher in den Weltraum. Eine unter modernsten Gesichtspunkten eingerichtete Raumfahrtausstellung dokumentiert seine Mission. Als besonderes Highlight gilt das Weltraumbrot aus der Blechdose, welches Touristen vor Ort erwerben können.