06.02.2012

Vogtland

Beschauliche Urlaubsregion Vogtland
Das Vogtland erstreckt sich zwischen Fichtelgebirge, Frankenwald und dem westlichen Erzgebirge. Dabei berührt es Teile Sachsens, Thüringens, Bayerns und Tschechiens. Die ausgedehnten Waldgebiete, kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten und gesundheitsfördernden Heilquellen begründeten die lange Tradition der Ferienregion. Man kommt hierher, weil die Welt noch in Ordnung scheint, die Uhren einen gemächlichen Takt vorgeben und der Mensch die Natur als Geschenk versteht, achtet und schützt.
 
Städte des Vogtlandes
Plauen gilt als Metropole des Vogtlandes. Schmuckstück des Marktplatzes ist das Renaissance Rathaus mit seiner reich verzierten Kunstuhr. Berühmtester Sohn der Stadt ist Erich Oeser, welcher den pfiffigen “Vater und Sohn” Karikaturen ein Gesicht verlieh. Im Vogtlandmuseum können seine Zeichnungen besichtigt werden. In Reichenbach war es eine Frau, die Geschichte schrieb: Friederike Caroline Neuber, die “Neuberin”. Sie brachte Lessing statt dem üblichen Klamauk auf die Bühne und verlieh dem Theater neue Maßstäbe. Im Neuberinhaus können Sie noch heute glanzvolle Aufführungen erleben.
 
Vogtländische Mundart
Schmunzeln lässt er viele, der vogtländische Dialekt. Einige behaupten sogar, der Vogtländer würde singen, statt zu reden. Wenn man auch Mühe hat, jedes Wort zu verstehen, die ganz eigene Melodie ist erkennbar und klingt in einem nach, hat man sich erst einmal längere Zeit unter des “zänkische Bergvolk” gemischt. Die Bewohner des südlichen Vogtlandes lassen Einflüsse des nahen Oberfranken erkennen. Nach bayrischer Manier rollen sie das “R” und mischen Doppellaute unter das Gesagte.

 

Ein Kleid wird so zum “Kload”. Im Südosten treffen sich Erzgebirge und Vogtland, was zur Folge hat, das sich unser Kleidungsstück zum “Klaad” wandelt.
 
Vogtländern in die Töpfe geschaut

Auch wenn der Vogtländer Kebab, Fast Food oder den Chinesen an der Ecke keinesfalls links liegen lässt, am heimischen Herd macht er keine Kompromisse. Hier findet er zu seinen Wurzeln, oder besser Knollen zurück. Denn die Kartoffel bildet die Basis für eine Vielzahl von Gerichten. Beliebt sind Klöße aus rohen Kartoffeln, oder ausgebackene “Bambes”. Auch in den “Spalken”, einem Eintopfgericht, dürfen die “Erdäppel” nicht fehlen. Ein vogtländischer Sauerbraten mit grünen Klößen, Rotkraut und dazu ein kühles Wernesgrüner Pils zählt zu den Schmankerln der vogtländischen Gaststätten, die Sie unbedingt probieren sollten.