Kunst und Kultur
Dialektisches
In den meisten Gebieten Unterfrankens spricht man erwartungsgemäß auch Unterfränkisch. Die Sprache ist gekennzeichnet durch den Wegfall der Buchstaben “p” und “t”. Der Unterfranke behilft sich stattdessen mit “b” und “d”. Wie in vielen Regionen Bayerns dominiert auch hier das rollende “r”. Ein Markenzeichen der unterfränkischen Sprache ist weiterhin der Wechsel eines lange “e” oder “ä” zu einem “a”. So wird der Käse in Unterfranken zum “Kaas” und ein Mädchen zum “Maala”.
Weinland Unterfranken
Der Wein ist ein Stück Lebenskultur in Unterfranken. Bereits im 8. Jahrhundert erzeugten die Mönche ihren Messwein in Eigenregie. Zwischen Bamberg und Aschaffenburg befinden sich etwas 6.000 Hektar bewirtschaftete Rebflächen. Der fruchtige Silvaner genießt internationalen Ruf und zählt zu den besten Weinen Deutschlands. Eine Spezialität in Würzburg ist der seit Jahrhunderten erzeugte Steinwein. Frankens ältester Winzerort ist Hammelburg, welchen Sie auf der historischen Bocksbeutelstraße erreichen. Nicht entgehen lassen sollten Sie sich die stimmungsvollen Weinfeste und die Einkehr in den beliebten Heckenwirtschaften. Die Winzer bieten Ihnen hier selbst erzeugte Weine und mache kulinarische Köstlichkeit an.
Museen in Unterfranken
Das Fränkische Freilandmuseum Fladungen nimmt Sie mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Region. Erleben Sie alte Mühlentechnik, werfen einen Blick in historische Bauernhäuser und besteigen das romantische Rhön-Zügle. Nach einem Besuch im Museum lädt Sie der Bauernladen ein, Lebensmittel aus eigener Herstellung zu erwerben, in regionaler Literatur zu schmökern und das reichhaltige kunsthandwerkliche Sortiment zu bestaunen.
Das größte Gewürzmuseum der Welt finden Sie in Abtwind. Lassen Sie sich in das Reich der Düfte entführen und erleben Sie die Faszination der Kräuterkunde. Im Werksverkauf des Familienbetriebes können Sie aus Kräutern, Tees und Gewürzen hübsch arrangierten Mitbringsel auswählen und bei der Verkostung ihre Lieblings-Teesorte herausfinden. Ganz anderen Leckereien widmet sich das Kitzinger Konditorei Museum. In dem idyllischen Fachwerkhaus wurde bereits 1831 die erste Konditorei eröffnet. Alle Backutensilien, welche Sie im Museum besichtigen können, kamen auch im Hause selbst zur Anwendung. Begeben Sie sich auf einen interessanten Streifzug durch das Bäckerhandwerk des 18. Und 19. Jahrhunderts. Im hauseigenen Cafè serviert man Ihnen süße Gaumenfreuden.
