06.02.2012

Natur und Landschaft

Sellin befindet sich inmitten des Biosphärenreservats Südostrügen. Das Biosphärenreservat umfasst das Mönchgut und die Granitz und erstreckt sich bis zum Nationalpark Jasmund. Wegen der Besonderheiten dieses Landschaftsgebietes mit seinen Kreidefelsenküsten, Mooren, Salzweiden, Dünenkiefernwäldern und Buchenwäldern, findet man hier eine einzigartige Pflanzen und Tierwelt. 300 Vogelarten, darunter Seeadler und verschiedene Wasservögel, sind hier beheimatet. Allein an der Küste wachsen 24 Orchideenarten.

Das Mönchgut
Das Mönchgut ist die Halbinsel, die den äußersten Südostzipfel Rügens bildet. Hier befinden sich kilometerlange Sandstrände sowie Wiesen und Weiden mit sanften Hügeln, die früher oft als Mühlberge dienten. Hier leben Schwarzstörche, Kraniche, Möven und Seeadler. Das Mönchgut wurde 1981 zum Landschaftsschutzgebiet erklärt und gehört seit 1990 zum Biosphärenreservat Südostrügen. Es ist seit jeher ein beliebtes Ausflugsziel aller Naturfreunde.

Die Granitz
Die Granitz ist das größte zusammenhängende Buchenwaldgebiet Rügens. Sie grenzt direkt an den Norden Sellins und man kann einen Teil von ihr auf dem Hochuferwanderweg durchwandern, um von Sellin nach Binz zu gelangen. In der Granitz findet man Hochwälder mit sehr alten Bäumen.

 

Wanderungen durch die Granitz führen an Hochmooren vorbei, die von Farnen umgeben sind. Im Frühjahr blühen in der Granitz besonders viele Buschwindröschen.

Der Nationalpark Jasmund
Der Nationalpark Jasmund liegt nördlich von Sellin auf der Halbinsel Jasmund. Er umfasst dichte Buchenwälder nordöstlich des Jasmunder Boddens, in denen Dammhirsche und Bachforellen leben. Der markanteste Punkt des Nationalparks Jasmund ist der Rügener Kreidefelsen, der in Deutschland einzigartig ist. In ihm nistet die Kreideeule, die deutschlandweit nur an diesem Ort vorkommt. Die Küste rings um den Rügener Kreidefelsen wurde bereits 1926 zum Naturschutzgebiet erklärt.