08.02.2012

Natur und Landschaft

Kleine Landschaftswunder
Mitten im Zentrum der Alb befindet sich einer der beeindruckendsten Orte, die Karstquelle Blautopf in Blaubeuren. Die Quelle des Flusses Blau ist über 20 Meter tief und wirkt intensiv blau. Um diesen Ort ranken sich viele Mythen und Sagen. Nixen und Kobolde sollen hier noch immer ihr Unwesen treiben.

Höhlenforscher aufgepasst
Das Höhlensystem der Blauhöhle, aus dem die Quelle emporsteigt, ist weitgehend unerforscht sie soll bis zum Bodensee reichen.
Zahlreiche Höhlen können in der Schwäbischen Alb besucht werden. Zu den beeindruckendsten zählen die Bärenhöhle und dazugehörige Karlshöhle. Ihren Namen verdankt die Bärenhöhle den Bären, die hier in vergangenen Zeiten ihren Winterschlaf gehalten haben, wie Knochenfunde eindrücklich belegen.

Nicht nur Bärenkinder lieben ihn
Für kleine Kinder besonders spannend ist ein anschließender Besuch des Freizeitparks „Traumland auf der Bärenhöhle“, der sich direkt neben der Bärenhöhle befindet. Verschiedene Karussells und das Riesenrad, ein Streichelzoo und der Märchenwald gehören zu den besonderen Attraktionen.

 


Die Vogelherdhöhlen in der Nähe von Niederstotzingen im Lonetal sind zwar nicht besonders groß, aber von großer kultureller Bedeutung. Sie wurden von der Eiszeit an bis in die Bronzezeit hinein von Menschen genutzt. Davon zeugen viele archäologische Funde, darunter elf Schnitzereien aus Elfenbein, die Wildpferde darstellen sollen. Neueren Untersuchungen zufolge sollen sie mehr als 40.000 Jahre alt sein und zu den ältesten Kunstwerken der Menschheit gehören. Kopien der Fundstücke können im Ulmer Museum und in der Universitätssammlung des Tübinger Schlosses besichtigt werden.

Plötzlich ist die Donau weg – Geheimnisvolle Donauversickerung
Immer wieder schier unfassbar ist auch das Naturphänomen der Donauversickerung zwischen Tuttlingen und Immendingen. Breitflächig „verschwindet“ das Wasser der Donau an über 150 Tagen im Jahr aus dem Flussbett, um 12 Kilometer weiter im Aachtopf als Aachquelle wieder emporzusteigen. Das Flussbett ist dann streckenweise völlig ausgetrocknet und der Besucher dieses seltsamen Naturschauspiels, kann trockenen Fußes ans andere Ufer gelangen oder im Flussbett spazieren gehen.