Das Sauerland
Das "Land der Tausend Berge", wie das Sauerland in Broschüren gern genannt wird, macht seinem Namen alle Ehre: Zahlreiche Hügel und Berge prägen die Landschaft der Region. Gleichzeitig ist das Sauerland mit seinem Mittelgebirgspanorama auch bekannt für liebliche Wiesen, Seen und tiefgrüne Wälder. In den Dörfern und Städten herrscht das typische schwarz-weiße Fachwerk vor und Erholungssuchende aus dem angrenzenden Ruhrgebiet, aus Hessen und dem Bergischen Land kommen gern für einen Kurzurlaub hierher. Doch auch für einen längeren Aufenthalt ist das Sauerland mehr als reizvoll: In der kalten Jahreszeit macht vor allem das Städtchen Winterberg von sich reden. Der Name ist Programm, denn hier gibt es alles, was das Wintersportlerherz begehrt: Neben Langlauf und Abfahrtski finden auch die jährlichen Bobmeisterschaften und Hundeschlittenrennen statt. Sogar Stefan Raab wählte das Sauerland als Kulisse für seine "Wok-WM". Doch auch außerhalb der Wintersaison ist die Region einen Besuch wert – gerade abseits der großen Touristenzentren zeigt sich der besondere, manchmal liebenswert raue Charme von Land und Leuten. Die abwechslungsreiche Landschaft zeigt Städte und Dörfer, Stauseen und Schlösser, Kunst und Kultur in schnellen Wechseln. Und selbst in der Hochsaison ist es hier niemals wirklich teuer – sehr gute bis exquisite Hotels, meist im Familienbetrieb, sind hier noch bezahlbar.
Ein weiterer Vorteil, der Lust auf Urlaub in der Region macht, ist die Weitläufigkeit des Sauerlandes: Auch im Sommer und Winter ist es hier nie überlaufen, und Ruhe suchende finden jederzeit noch Orte, an die sich sprichwörtlich keine Menschenseele verirrt.
Die Legende vom Sturen Sauerländer
Das Sauerland ist eine ganz besondere Ecke Deutschlands – das wird jeder, der zum ersten Mal herkommt, sofort beobachten können. Das jahrhundertelang traditionell katholische Fleckchen hat sich über die Zeiten eine gewisse Eigenart bewahrt, die sich noch heute bemerkbar macht.

Die hervorragend erhaltenen Innenstädte mit ihren typischen Ackerbauerhäusern sind Kulisse für ein Leben, dass das Beste aus Geschichte und Moderne herauszuholen weiß. Besonders bekannt sind die Sauerländer bei ihren Nachbarn dabei noch immer für ihre sprichwörtliche Sturheit.
Gerade im redefreudigeren Rheinland sagt man sich gern, dass ein "Tag" oder "´N morgen" schon das Höchste ist, was man einem Sauerländer an Empathie abringen kann. Dass in jedem Vorurteil ein Fünkchen Wahrheit steckt, ist wohl nicht von der Hand zu weisen – im Gegenzug bedeutet dies aber auch: Hat einen der etwas raubeinige Sauerländer erst einmal ins Herz geschlossen, dann redet auch er gern ein paar Wörtchen mehr. Übrigens wird das wortkarge Naturell der Einheimischen gern auf die wechselhaften Witterungsbedingungen geschoben: So gibt es hier im Winter zwar fast unter Garantie Schnee, dafür können die Sommer mitunter auch mal regnerisch ausfallen.
