Sehenswürdigkeiten
Neben der imposanten Natur hat das Elbsandsteingebirge auch an Sehenswürdigkeiten sehr viel zu bieten, ganz besonders märchenhafte Schlösser sowie ritterliche Burgen und Festungen, aber auch wunderschöne Gärten und Parks mit seltenen Gewächsen.
Schloss Weesenstein
Ältestes Schloss in der Region ist Schloss Weesenstein, welches um 1200 auf einer Felskuppe, die das Müglitztal überragt, erbaut wurde. Als Festung vor böhmischen Eindringlingen geplant, wurde sie nach und nach zu einem Schloss mit Renaissance-Charakter umstrukturiert. Der besondere Charakter des Schlosses rührt von den fürstlichen Wohnräumen und dem filigranen Mobiliar aus dem 18. und 19. Jahrhundert her. Die Schloss Capell-Konzerte finden in der 2002, nach der Flutkatastrophe neu angelegten Parkanlage mit der evangelischen sowie katholischen Kapelle statt. Dies und die vielen Ausstellungen, Sonderführungen und Events, die das ganze Jahr stattfinden, machen Schloss Weesenstein zu einem Ort, den zu besuchen man nicht versäumen sollte.
Schloss Kuckuckstein
Nur einen Katzensprung vom Schloss Weesenstein entfernt, liegt, ebenfalls im Müglitztal, in Liebstadt, das Schloss Kuckuckstein. Erbaut wurde es um 1450 auf einem Felsen in 364 Metern Höhe. 1813 übernachtete Napoleon während eines Feldzuges in dem Schloss, das bis ins 20. Jahrhundert hinein in Familienbesitz blieb. Besonders zu empfehlen sind der beeindruckende Burgfried und der Hof, aber auch das Jagd-, Gerichts- und besonders das Napoleonzimmer sowie die Freimaurerloge. Seit einem halben Jahrhundert ist hier auch das Heimatmuseum untergebracht, das einen Besuch in jedem Fall wert ist. Den imposanten Rittersaal, der in den 1990ern auch als Kulisse für eine TV-Familienserie genutzt wurde, dient heute als Standesamt und kann auch für private Feiern genutzt werden. Einer standesamtlichen Hochzeit auf einem romantischen Schloss steht also nichts im Wege.
Landschloss Pirna-Zuschendorf
Fährt man von Liebstadt aus Richtung Pirna, so sieht man im Seidewitztal direkt am Pirnaer Ortseingang das Landschloss Pirna-Zuschendorf, eingerahmt von einem wunderschönen Park, in dem schon Anfang März die preisgekrönte Kamelienzüchtung Besucher entzückt. Doch auch den Rest des Jahres über laden Züchtungen von Azaleen, Bonsai und Hortensien die Leute zum Spazieren ein. Der Park beherbergt auch ein stilecht eingerichtetes Teehaus und wechselnde Ausstellungen bildender Künstler runden einen Besuch des Schlosses ab. Das Landschloss entstand 1533 durch einen Umbau der vorherigen Burg unter Hans II. von Carlowitz. Alte Burgelemente finden sich noch heute im Schlossgemäuer. In der Nachkriegszeit fast komplett verfallen, setzte in den 1990er Jahren ein aufwendiger Wiederaufbau ein, der das Schloss noch heute in neuem Glanz erstrahlen lässt.
Barockschloss Rammenau
Das Barockschloss Rammenau liegt dort, wo West- und Oberlausitz aufeinandertreffen. Zwischen 1720 und 1737 wurde es vom königlich-polnischen Kammerherrn Ernst Ferdinand von Knoch erbaut und zählt zu den schönsten Landbarockanlagen Sachsens. Heute ist das Schloss eine Begegnungsstätte für Kunst und Kultur und zudem ein außergewöhnlicher Ort für allerlei Veranstaltungen. Den Besucher erwarten stilvolle Salons, illusionistische Wandmalereien sowie Zeitzeugen der Schlossgeschichte. Das ganze Jahr hindurch finden hier Kammerkonzerte und Kabarettveranstaltungen statt. Bei schönem Wetter ist es möglich, auch den umliegenden Schlosspark in seiner vollen Pracht zu besichtigen.
Festung Königstein
Das wohl beeindruckendste Bauwerk in der Sächsischen Schweiz ist die 1241 erstmals erwähnte Festung Königstein. Sie wurde auf einem 245 Meter über der Elbe liegenden Steintafelberg errichtet, dessen Felswände allein bis zu 40 Meter in die Höhe ragen. Zu erreichen ist die Festung über 3 Zugbrücken und einen seit wenigen Jahren existierenden Panoramaaufzug, der den Besuchern einen atemberaubenden Blick über die Umgebung schenkt. Königstein wurde auch als Staatsgefängnis genutzt, dessen berühmtester Gefangener der Miterfinder des Meißner Porzellans, Johann Friedrich Böttcher, war. Beliebt sind der in den Fels getriebene Brunnen von 125,5 Metern Tiefe – der zweittiefste Brunnen Europas –und die kunstvollen Bronzegeschütze. Absolut sehenswert ist der Ausblick über die Sächsische Schweiz, den man bei einem Rundgang entlang der 2,2 Kilometer langen Festungsmauer hat. Seit 1955 ist die komplette Burg ein militärhistorisches Freilichtmuseum mit bisher über 25 Millionen Besuchern, was für den hohen kulturellen Wert dieses Ortes spricht. Zudem ist es möglich, dieses eindrucksvolle Bauwerk bei einer Elbrundfahrt vom Wasser aus zu betrachten.
