Kunst und Kultur
Obwohl sie es vielleicht nicht gerne hören, Sachsen sind eigentlich ursprünglich keine Sachsen. Diese wiederum leben in Niedersachsen oder den Niederlanden, wenn man auf die Geschichte vertraut. So mancher wird Mühe haben, den sächsischen Dialekt zu verstehen. In vielen Gebieten wird Mundart gesprochen. So kann es schon einmal passieren, dass im Vogtland und Erzgebirge eine Fußbank zur "Hiddsch" gemacht wird und die possierlichen Hasen als "Hosen" zu Kleidungsstücken werden. In weiten Teilen der Oberlausitz haben sich die Sorben ihre eigene Sprache bewahrt. Hierbei bleibt dann selbst der Sachse sprachlos. Mit der Tür ins Haus zu fallen, ist sowieso nicht seine Art. Der Sachse werkelt lieber vor sich hin und bringt dabei erstaunliche Dinge zu Wege. Findige Sachsen gingen mit der Zeit und erfanden in Glashütte die ersten schnittigen Armbanduhren. Auch das für Frauen schier Unentbehrliche stammt aus Sachsen. 1899 wurde hier der BH erfunden.
Sehenswertes Sachsen
Sachsen bewahrt das Erbe seiner glanzvollen Vergangenheit in zahlreichen Museen. An erster Stelle zu nennen sind die Sammlungen der "Schatzkammer" Dresden. Das Grüne Gewölbe zeigt die prächtigsten Goldschmiedearbeiten Europas. Die Galerie Alter Meister beherbergt die Meisterwerke von Rubens, Dürer oder Raffael. Auf die Spuren Winnetous führt das Karl May Museum in Hohenstein-Ernsthal. Der geniale Erzähler erblickte hier das Licht der Welt.
Weihnachtliches Sachsen
Schneeberg ist die Heimat der Schwibbögen und Nussknacker, welche das Erzgebirge weltberühmt machten. In die filigrane Welt der Holzschnitzerei entführt das Museum für bergmännische Volkskunst. Kurios verspricht ein Besuch im Naturkabinett in Waldenburg zu werden. Wo sonst begegnet man einem Kälbchen mit zwei Köpfen oder kann mit einer Mumie auf Tuchfühlung gehen.
Schnelles Sachsen
In Zwickau werden seit fast 100 Jahren Automobile hergestellt. Auf dem Gelände der Horch-Werke lassen die PS-starken Flitzer die Firmengeschichte Revue passieren.
