08.09.2010

Sachsen

Die Metropolen
Sachsen, das östlichste unter den deutschen Bundesländern, beeindruckt mit seiner vielschichtigen Landschaft und großartigen historischen Bauten aller Epochen. Dabei ist Sachsen keinesfalls altmodisch oder langweilig, Geschichte und Moderne harmonieren perfekt. Sachsens Metropolen sind weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt. Da wäre zum einen Leipzig, der internationale Messe-Standort, die Stadt des Buches und der Musik, wo man in "Auerbachs Keller" auf Goethes Spuren stößt und die Mädler-Passage zum Bummeln einlädt. Wer kennt es nicht, Dresden, das unvergleichliche "Elbflorenz", die Schatzkammer und Fundgrube deutscher Kunst und Geschichte. Die dritte im Bunde ist Chemnitz, die Stadt der wechselvollen Vergangenheit, welche einst Karl-Marx-Stadt hieß. Wenn sie auch zurückgefunden hat zu ihren Wurzeln, eines blieb, das vielleicht skurrilste deutsche Wahrzeichen, der steinerne "Nischel", das imposante Monument von Karl-Marx, den nur die ägyptische Sphinx an Größe überragt.
 
Auf dem Lande
Wendet man sich den ländlichen Gegenden Sachsens zu, wird die Vielfalt und die landschaftliche Schönheit spürbar, welche die Region auszeichnet und zu einem beliebten Ferienziel macht. Im Tal der Zwickauer Mulde künden stolze Burgen von der glanzvollen Vergangenheit Sachsens. Die Schumann-Stadt Zwickau hält das Erbe des Komponisten wach, auch wenn der Bau des legendären "Trabbi" gegenwärtiger erscheint. Entlang der Silberstraße gelangt man ins Erzgebirge. Zahlreiche Stollen und Schaubergwerke zeugen von der langen Bergbautradition. Fast nahtlos scheint der Übergang in das reizvolle Vogtland.

 

Dichte Wälder prägen auch hier das Landschaftsbild. Der Musikinstrumentenbau trug den Namen der "Klingenden Region" in die Welt. Unweit der Elbmetropole Dresden erwartet Sie eine bizarre Felsenlandschaft. Kletterer und Wanderer sind in der Sächsischen Schweiz Zuhause. Sanfter präsentiert sich die Landschaft entlang der Elbhänge, im nördlichsten Weinbaugebiet Deutschlands. Köstlich sind die Traminer- und Burgunder-Trauben allemal. Königlich nennen darf sich jedoch allein der Weinberg in der Nähe des Pillnitzer Schlosses.
 
Sachsens Historie
Sachsens Kerngebiet stellt die Mark Meißen dar. Die Wettiner gründeten hier die großen Städte und führten Sachsen zu kulturellen Höchstleistungen. Mit der Auflösung des Königreiches Sachsen durfte sich Sachsen 1918 erstmals Freistaat nennen. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Land Sachsen der sowjetischen Besatzungszone einverleibt und musste seine Gebiete östlich der Neiße an Polen abgeben. Im Sozialismus wurde Sachsen gar völlig aus den Altanten verbannt. Es existierten dafür die Bezirke Leipzig, Karl-Marx-Stadt und Dresden. Seine Renaissance erlebte der Freistaat 1990, mit seiner Neugründung.