06.02.2012

Sehenswürdigkeiten

Interessantes und Sehenswertes hat das Ruhrgebiet in Hülle und Fülle zu bieten, historische Städtchen, alte Schlösser und Burgen und die Siedlungen und Denkmäler aus der Zeit der Montanindustrie, die in Deutschland einmalig sind.

Gartenstadtsiedlung Margarethenhöhe
Diese Gartenstadtsiedlung ist eine ehemalige Wohnkolonie, die heute unter Denkmalschutz steht. Wunderschön sind die gebogenen Giebel und Laubengänge der Häuser am Kleinen Markt, an denen wilder Wein an den Wänden hinaufrankt, die pittoresken Erker und die Fensterläden aus Holz. Einen Einblick in das Innere eines Hauses erlaubt eine extra eingerichtete Museumswohnung. Weitere ehemalige Arbeitersiedlungen sind in Dortmund die "Alte Kolonie Eving", in Duisburg die "Siedlung Rheinpreussen", in Gelsenkirchen die "Siedlung Schüngelberg" und in Herne die "Siedlung Teutoburgia" zu besichtigen.

Münster in Essen
Das Essener Münster ist nach dem Krieg gründlich renoviert worden, doch der Grundstein wurde schon 850 gelegt und noch heute trägt der gotische Innenraum der Kirche Teile der alten ottonischen Basilika, die ursprünglich an dieser Stelle stand. Nicht weit davon entfernt steht der nächste wichtige Sakralbau: die alte jüdische Synagoge, die 1913 eingeweiht wurde und zu den größten jüdischen Gebetshäusern Europas gehört.

Historische Altstadt in Hattingen
Wahrscheinlich wegen seiner Randlage zwischen Ruhrtal und Bergischem Land, ist Hattingen seine historische Altstadt erhalten geblieben.

 

Über 140 renovierte Fachwerkhäuser zieren den Stadtkern, am bekanntesten das "Bügeleisenhaus" aus dem 17. Jahrhundert, das heute das Hattinger Heimatmuseum beherbergt.

Schlösser und Burgen
Wasserschlösser und Burgen sind im Ruhrgebiet in nennenswerter Menge zu besichtigen, denn bevor die Montanindustrie sich hier ansiedelte, war die Gegend nur spärlich besiedelt und durch einzelne Burgen, welche die jeweiligen Herrschaftsgebiete repräsentierten, lose miteinander in Verbindung. Zu empfehlen ist auf jeden Fall das spätbarocke "Wasserschloss Beck" bei Bottrop, die "Hohensyburg" bei Dortmund, die einen sehr schönen Ausblick bietet oder das Schloss "Hohenlimburg" bei Hagen.

Route Industriekultur
Eigentlicher Reiz eines Besuchs im Ruhrgebiet sind aber die alten Industriedenkmäler und Arbeitersiedlungen und so gibt es seit 1999 eine 400 Kilometer lange "Route Industriekultur", die Panoramablicke über die bedeutendsten Industrielandschaften sowie die Besichtigung von 13 Zechen beinhaltet. Dort wird das Leben in den Bergarbeiterfamilien rekonstruiert. Der Besucher, der nicht die ganze Route abfahren will, kann aus 25 verschiedenen Themenrouten auswählen und sich so Schwerpunkte, wie zum Beispiel "Bergbauroute" oder "Unternehmervillen" setzen.