Kunst und Kultur
Geschichte des Bergbaus
Die Geschichte der Kohleförderung begann im Ruhrgebiet schon im Mittelalter. Der älteste urkundliche Beleg stammt von 1296, als der Sohn eines "Kohlengräbers" im Stadtregister von Schüren aufgenommen wurde. Die ersten Schächte wurden bereits im 15. Jahrhundert errichtet, vorher grub man mit Schaufeln. Im 19.Jahrhundert dann konnten die ersten Dampfmaschinen im Kohlebergbau eingesetzt werden und um 1900 kam es zu einem Zustrom von Einwanderern, häufig aus Polen, aber auch aus Italien und Kroatien.
Neuer Museumstyp
Der große Boom endete erst in den Sechziger Jahren des 20.Jahrhunderts, als das "Zechensterben" begann. Die Industrieanlagen wurden nach und nach funktionslos. Mitte der Achtziger Jahre entwickelte sich daraus ein neuer Museumstyp: das Industriemuseum. Und so lässt sich heute im Westfälischen Industriemuseum in Bochum, im Industriemuseum Zeche in Dortmund, im Ruhrlandmuseum in Essen und in vielen kleineren Museen des Ruhrgebietes die wechselvolle Geschichte des Bergbaus nachvollziehen.

Besondere Museen
Museen ganz anderer Art, die in jedem Fall den Eintritt lohnen, sind das "Deutsche Plakatmuseum" in Essen, das "Kochbuchmuseum" in Dortmund oder das "Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne", das sich ebenfalls in Essen befindet. Mit über 200 Museen ist die Museumslandschaft im Ruhrgebiet überaus vielfältig.
Theater und Konzerte
Weitaus mehr lässt sich das noch von dem überaus großen Angebot an Theatern und Konzerthallen sagen. Deutschlandweit wird zu Theater- und Musicalfahrten nach Bochum oder Dortmund, Duisburg oder Gelsenkirchen eingeladen. Das Schauspielhaus in Bochum gehört zu den bekanntesten deutschen Bühnen, das Theater- und Opernhaus in Dortmund bietet Schauspiel, Oper, Ballett und Philharmonie, auch das Theater- und Philharmoniehaus in Duisburg gehört zu den besten seiner Art. Dazu kommen viele kleinere Bühnen und Hallen, die innovative und unorthodoxe Kunst in Musik und Schauspiel gestalten.
Gerade im kulturellen Bereich wird deutlich, wie sehr das Ruhrgebiet sein "Kohlenpott-Image" hinter sich gelassen hat.
