06.02.2012

Rhön

Die Rhön ist ein Mittelgebirge, das sich über Thüringen, Hessen und Bayern erstreckt und mit diesem Dreiländerdreieck die Mitte Deutschlands darstellt. Die angrenzenden Landschaften sind im Nordosten der Thüringer Wald, im Südosten Grabfeld, im Südwesten der Spessart und im Westen der Vogelsberg. Die Rhön wird von zahlreichen Flüssen durchzogen wie der Fränkischen Saale, der Ulster, der Fulda und der Werra. Aber auch andere, kleinere Flüsse fließen durch die Rhön beziehungsweise befinden sich in nächster Nähe.
 
Namensursprung
Vermutungen zur Folge, entstammt der Name „Rhön“ dem keltischen Sprachgebrauch. Er soll sich aus dem Wort „raino“ ableiten, was so viel wie hügelig bedeutet. Ob dies jedoch der Fall ist, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden.
 
Die Rhön als Biosphärenreservat
Ein besonderes Merkmal der Rhön ist die überdurchschnittlich hohe Artenvielfalt, die sich vermutlich durch die vorhandenen geologischen und geografischen Besonderheiten erklärt, welche aus der vulkanischen Entstehung resultieren.
Im Jahre 1991 wurde die Rhön durch die UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Hieraus folgt die Maßgabe, die Pflege, Entwicklung und den Schutz dieser besonderen Mittelgebirgslandschaft zu gewährleisten. Sie ist damit Mitglied des Programms "Der Mensch und die Biosphäre", zu dem 410 andere Biosphärenreservate aus verschiedenen Ländern zählen, die gemeinsam von der UNESCO betreut werden. Kriterien für die Aufnahme sind, dass die nachhaltigen, umweltverträglichen Nutzungsweisen vorbildhaft entwickelt und umgesetzt werden. Im Mittelpunkt steht hier die Frage, wie sich Mensch und Umwelt wechselseitig bedingen.

 

Zu diesem Thema wird die Rhön nach verschiedenen Gesichtspunkten in einzelne Zonen unterteilt. In der Kernzone geht es beispielsweise um Basaltblockhalden, Moore und Laubwälder, die sich selbst überlassen werden, um vom Menschen unberührt ihre Prozesse entfalten können. Einen weiteren Bereich bildet die Pflegezone, in der gezielt Landschaftspflegemaßnahmen oder die Weiterführung extensiver Landnutzung zum Einsatz kommen sollen. Zu dieser Zone zählt vorwiegend die Kulturlandschaft, die seltene Tiere, Wälder der Hochlagen, Hecken und Lesesteinwälle beinhaltet. Die letzte Zone bildet die Entwicklungszone. Hierunter versteht man den Erholungs-, Wirtschafts- und Lebensraum der Menschen, der mit der Natur möglichst sinnvoll und umweltschonend in Einklang gebracht werden soll.
 
Naturschutz in der Rhön
Naturschutz ist für die Rhön essenziell, da nur so das Fortleben von seltenen Tier- und Pflanzenarten wie dem Birkhuhn oder der Silberdistel gewährleistet werden kann. Es ist das erklärte Ziel, die Schönheit der Landschaft aufrecht zu erhalten, deren Attraktivität eine Vielzahl Touristen anzieht.