08.02.2012

Natur und Landschaft

Geheimnisvoller Wald
Um den Pfälzer Wald rankt sich ist ein Meer von Sagen. Etwa die vom Kessel voller Gold, der im tiefen Waldboden vergraben liegt und bis heute nicht gefunden wurde. Auch kennt jeder Pfälzer die Geschichte vom Raubritter Hans Trapp, der im fünfzehnten Jahrhundert auf der Burg Berwartstein lebte. Er hatte Streit mit dem Abt des Benediktinerordens im elsässischen Weißenburg. Zornig staute er die Wieslauter, damit die Benediktiner kein Wasser mehr erhielten. Nach kirchlicher Beschwerde ließ er die Wassermassen wieder frei und überschwemmte das gesamte Tal vor Weißenburg. Noch heute ist er im Elsass als Knecht Ruprecht bekannt und lehrt kleine Kinder das Fürchten.
 
Die Rückkehr seltener Tiere
In der Einsamkeit des Pfälzer Waldes leben neben Rehen, Hasen oder Wildschweinen auch seltene Tiere, wie die Wildkatze. Sogar Luchse wurden gesichtet. Um die Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen zu gewährleisten und sie zu schützen, arbeiten die Forstämter des Landes eng mit den Naturschutzverbänden zusammen. Fürchten Sie nicht, im Wald von wilden Bestien angefallen zu werden. Selbst Luchse sind so scheu, dass sie sich Ihnen niemals nähern würden. Die bewaldeten Felsen bieten ideale Lebensräume für seltene Tiere wie den Wanderfalken und einige Fledermausarten. Mit viel Glück bekommen Sie in der Nähe von Bächen sogar einen Eisvogel oder eine Wasseramsel zu sehen.

 


 
Pflanzenbiotope
Im Pfälzer Wald gibt es unterschiedliche Biotope. Neben Trockenrasen und Wacholderheiden wurden auch Feucht- und Moorgebiete zu Schutzzonen erklärt. Im Dahner Burgenland sind dies zum Beispiel die Naturschutzgebiete Rohrweiher-Rösselsweiher und Pfälzer Woog. In diesen Feuchtgebieten wachsen so seltene Pflanzen wie der Sonnentau und die Sumpfcalla. Seltene Pflanzen wiederum ziehen seltene Schmetterlinge oder Libellen an. Streuobstwiesen im Pfälzer Wald sind die einzigen Plätze, wo seltene Goldammern brüten.

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