08.09.2010

Pfälzer Wald

Der Pfälzer Wald ist das größte miteinander verflochtene Waldgebiet Deutschlands. Er befindet sich im Süden von Rheinland-Pfalz und wurde wegen seines Tier- und Pflanzenreichtums 1958 zu einem der ersten Naturparks erklärt. Das Landstuhler Bruch sowie die Südwestpfälzische Hochfläche liegen westlich des Pfälzer Walds, das Nordpfälzer Bergland nördlich. Im Osten beginnt der Haardt und im Süden grenzt Frankreich an den Pfälzer Wald. Seit 1998 ist der Naturpark Pfälzer Wald der deutsche Teil des deutsch-französischen Biosphärenreservats Pfälzer-Wald-Nordvogesen. Der Pfälzer Wald bietet seltenen Pflanzen und Tieren einen angemessenen Lebensraum. Er dient der Wald- und Forstwirtschaft und dem Schutz wichtiger Wasserreservoirs. Zudem trägt er zur Erholung des Menschen bei. Das Biosphärenhaus in Fischbach verfügt über weitreichende Informationen über den Pfälzer Wald und seine waldwirtschaftliche Bedeutung. Besuchen Sie unbedingt den Baumwipfelpfad und genießen Sie den Nervenkitzel, sich in achtzehn Metern Höhe durch die Äste zu winden. Der Pfad führt auf die fünfunddreißig Meter hohe Aussichtsplattform. Den Anblick der faszinierenden Natur werden sie nie vergessen. Wenn Sie nicht unter Höhenangst leiden, gelangen Sie mit der Baumrutsche über die Baumkronen hinweg in das Tal mit seinen Wiesen und Gewässern. Die flotte Fahrt mit der meterlangen Rutsche führt Sie wieder auf den sicheren Boden.
 
Geologie und Klima
Das Grundgerüst des Pfälzer Walds ist ein Bundsandsteingebirge, aus dem im Laufe der Zeit Wind und Wasser bizarre Felsformationen herausgemeißelt haben. Aus Felsspalten entspringen klare Quellen, die auf ihrem Weg in die Täler in kleine Bäche und stille Weiher münden. Das Gebirge ist größtenteils mit Mischwald bedeckt, vor allem Eichen, Buchen und Kiefern wachsen im gemäßigten Klima. Die höchste Erhebung im Pfälzer Wald ist die Kalmit. Von ihrer Aussichtsplattform hat man eine wunderbare Sicht bis in die Vogesen und in den Schwarzwald.

 


 
Besiedlung
Schon die Kelten siedelten im Pfälzer Wald. Der einsame Wald bot ihnen Schutz und Nahrung. Keltische Artefakte, wie etwa eine Verehrungsstätte bei Busenberg und ein Gutshaus bei Kaiserslautern zeugen von ihrer Kultur. Germanen, Römer und weitere Volksstämme folgten, zuletzt die Bayern. Aus dem Sammelsurium all dieser Volksstämme entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte der gemütliche, manchmal aufbrausende, Pfälzer. Die Menschen aus dem Pfälzer Wald sind ein genussfreudiges und heiteres Volk. Sie feiern gerne und nehmen jeden Fremden, der fröhlich mit feiert, gerne in ihre Reihen auf. Jedes noch so kleine Dorf hat einen eigenen Festtag, welcher auf speziellen Traditionen basiert, zum Beispiel das „Hawefest“ in Clausen oder das „Worschdzippelfeschd“ in Winzeln. Wenn sich Ihnen die Möglichkeit bietet, besuchen Sie diese Veranstaltung, singen und tanzen Sie mit. Dazwischen genießen Sie die pfälzischen Spezialitäten. Wie wäre es mit Saumagen, dem Lieblingsgericht des Altkanzlers Kohl? Dazu passen Sauerkraut und ein erfrischendes Bier. 

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