Kunst und Kultur
Edle Ritter, Burgfräuleins, Kurfürsten, Könige und Kaiser ziehen Jung und Alt in den Bann. In Bayern hat der Adel ganz besonders Städte, Bauten und Kultur geprägt. Der romantische König Ludwig, die entzückende Kaiserin Sissi, das Geschlecht der Wittelsbacher, sie alle stammen aus Bayern. Im 17. Jahrhundert lebten in Bayern 375 Adelsgeschlechter in Schlössern und Burgen.
Feste und Feiern
Das Kaltenberger Ritterturnier, der Schlierseer Kirchtag, der St. Ulrichtag in Steingaden, unzählige Wallfahrten, das Pfingstfest der Bergknappen in Berchtesgaden, Georgiritte und Bergfeuer, Almabtriebe und die weltbekannte Tölzer Leonardifahrt sind nur einige Beispiele dafür, dass die Oberbayern gern und ausgiebig feiern. Das bekannteste Beispiel für gelebtes Brauchtum ist das Oktoberfest.
Das bäuerliche Leben prägt auch heute noch Land und Leute. Hier richten sich Aktivitäten, Kirchgänge und Feiern besonders in den kleineren Orten noch häufig nach dem bäuerlichen Kalender.
Das Maibaumsetzen
Ein besonders schönes Beispiel von Traditionen ist das traditionelle Maibaumsetzen am 1. Mai. Das Maibaum-Aufstellen symbolisiert Freiheit und Zusammengehörigkeit und geht zurück auf eine Tradition unter König Ludwig I. und Max II. seit 1808.
Höhe und Wachstum des Maibaums sind Symbole für Erlösung und Auferstehung. Oft ziert deshalb ein Hahn die Maibaumspitze.
Musikalisches Bayern
Nicht vergessen werden darf auch die Musik. Ob die Open-Air-Konzerte auf Herrenchiemsee, die Jazz-Festivals in Burghausen und Ingolstadt oder die Oper in München, Stubenmusik, Blas- oder Trachtenkapellen – Musik spielt in Oberbayern eine große Rolle. Viele junge Leute spielen ein Instrument und musizieren abends oder am Wochenende zusammen. Auch das hat Tradition. Wenn Ende September die Hauptarbeit auf dem Feld getan war und die Tage kürzer wurden, setzte man sich in der Stube zusammen und musizierte. In vielen Orten Bayerns ist das bis heute so.
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