Sehenswürdigkeiten
Berühmte Kirchen
Nordrhein-Westfalen verfügt über eine Reihe imposanter Baudenkmäler. Der Kölner Dom ist ein Anziehungspunkt für Gäste aus aller Welt. Die beeindruckende gotische Kirche mit dem 157 Meter hohen Turm ist weithin sichtbar und leicht zu erreichen, da sie direkt neben dem Hauptbahnhof unweit des Rheinufers steht. Wichtigstes Kunstwerk im Inneren ist der mittelalterliche Schrein der Heiligen Drei Könige. Das Gerokreuz aus dem 10. Jahrhundert, das heute die Kreuzkapelle ziert, wies der Legende nach kurz nach seiner Weihe einen Riss ausgerechnet im Kopf Jesu Christi auf und konnte von Erzbischof Gero nur mit der Hilfe eines Splitters des heiligen Kreuzes aus dem Reliquienschatz repariert werden. Dem Aachener Dom sieht man bereits von außen die jahrhundertelange Baugeschichte an, die sich in mehreren Gebäudeteilen mit unterschiedlichen Architekturformen widerspiegelt. Seine Gründung geht auf Karl den Großen zurück, der hier neben seiner Residenz eine Pfalzkapelle errichtete. Besonders prachtvoll ist das karolingische Oktogon mit seinen farbenfrohen Mosaiken im byzantinischen Stil.
Schlösser und Industriedenkmäler
Ebenso wie diese beiden Kirchen gehören die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl zum UNESCO-Welterbe. Die Bauten gelten als Musterbeispiele deutscher Barock- beziehungsweise Rokokobaukunst und sind von weitläufigen Gartenanlagen umgeben. Auf Schloss Burg bei Solingen kann man Mittelalterromantik erleben. Es handelt sich um eine aufwendig restaurierte mittelalterliche Burganlage. Nur noch eine Ruine ist dagegen die Burg Drachenfels bei Königswinter im Siebengebirge, aufgrund ihrer malerischen Lage oberhalb des Rheintals aber ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Quer über das Ruhrgebiet verteilt, findet man stillgelegte Zechen, von denen viele für Besucher zugänglich gemacht wurden und entweder zu Kulturstätten umgewandelt wurden oder mit musealem Charakter einen Eindruck von der Lebensweise der Bergleute vermitteln.
Hervorzuheben ist die Zeche Zollverein in Essen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben wurde. Die ehemaligen Förderanlagen sind größtenteils zugänglich und teilweise in Gastronomie- und Ausstellungsorte integriert. Das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum erreicht man über den ehemaligen Förderturm der Dortmunder Zeche Germania, der in Bochum wiederaufgebaut wurde. Im dortigen Anschauungsbergwerk begibt sich der Besucher selbst unter Tage und erlebt originalgetreue Gegebenheiten des Bergbaus.
