Sehenswürdigkeiten
Hanseatische Baukunst
Niemand sollte Mecklenburg-Vorpommern bereisen, ohne nicht einmal die Highlights hanseatischer Baukunst bewundert zu haben. Stein gewordene Zeugnisse dieses einmaligen Architekturstils sind die historischen Innenstädte von Stralsund und Wismar, beide zählen seit 2002 zum Weltkulturerbe. In Wismar ist es der weitläufige Marktplatz, an dem wunderschöne Bauten wie das Wulflamhaus oder das Staffelgiebelhaus stehen. In Stralsund gruppieren sich um den Alten Markt faszinierende Giebelhäuser, unumstrittenes Herzstück ist das um 1400 errichtete Rathaus.
Rügenbrücke
Eine Attraktion der anderen Art kann Stralsund mit der Rügenbrücke aufweisen. Die 2007 fertiggestellte Hochbrücke überspannt den Strelasund zwischen Stralsund und Rügen, ihr über 125 Meter hoher Pylon erhebt sich als weithin sichtbares Wahrzeichen noch über die Kirchen der Stadt.
Schlösser in Mecklenburg-Vorpommern
Das wohl schönste, auf jeden Fall aber bekannteste Schloss in Mecklenburg-Vorpommern ist das Schweriner Schloss. Hervorgegangen aus einer slawischen Burg, die hier im Jahr 965 errichtet wurde, wurde das Schloss in den folgenden Jahrhunderten wieder und wieder umgestaltet, seine heutige Form erhielt es im 19. Jahrhundert. Weithin sichtbar liegt es malerisch auf der kleinen Schlossinsel inmitten eines wunderschönen Gartens samt Orangerie.
Auch auf Rügen findet sich eines der meistbesuchten Schlösser des Landes. Nahe des Ostseebades Binz steht inmitten eines Waldgebietes das Jagdschloss Granitz. Das im 19. Jahrhundert durch den Fürsten von Putbus errichtete Schloss sollte zunächst einen Innenhof bekommen, ein Vorhaben, den der spätere Architekt Schinkel verwarf. Stattdessen ließ er einen 38 Meter hohen Turm errichten, der dem Jagdschloss Granitz heute seine berühmte Form gibt.
Doberaner Münster
Die wohl bedeutendste Kirche des Landes steht in Bad Doberan. Die beeindruckende Architektur des ehemaligen Zisterzienserklosters gilt als eine der besten im gesamten Ostseeraum, malerisch liegt das riesige Bauwerk aus rotem Backstein inmitten einer weitläufigen Parkanlage.
Stadt der vier Tore
Freunde der mittelalterlichen Baukunst sollten sich einen Ausflug nach Neubrandenburg nicht entgehen lassen. Zwar stören etliche, in der Zeit der DDR errichtete Plattenbauten das Stadtbild, jedoch findet sich hier ein wunderschöner historischer Stadtkern. Die nahezu vollständig erhaltene, über zwei Kilometer lange Stadtmauer aus Feldsteinen wird unterbrochen von vier spätmittelalterlichen Stadttoren – diese sind die Wahrzeichen Neubrandenburgs.
Eine Erkundung der ehemaligen Sommerresidenz der mecklenburgischen Großherzöge Bad Doberan mit seinem Ortsteil Heiligendamm (erstes deutsches Ostseebad) und seines Umlandes kann man neben dem Fahrrad etwa auch mit der dampfbetriebenen Schmalspurbahn Molli vornehmen und in einer idyllischen Ostsee-Pension nächtigen, z. B. www.osteepension-baddoberan.de
