Natur und Landschaft
Eiszeit
Es ist die letzte Eiszeit, welche der Mecklenburgischen Seeplatte ein sehr abwechslungsreiches Gesicht verlieh. Das scheinbar flache Land erweist sich als ein hügeliger Höhenzug, durchflossen von hunderten kleinen und großen Seen, durchtränkt von den verschiedensten Mooren und Sümpfen, umspült von lang gezogenen Flusstälern, Söllen und Wasserstraßen. Die Grenzen der Seenplatten lassen sich nicht klar definieren und gehen eher fließend in die Heidelandschaften Brandenburgs, der Mecklenburger Schweiz und der Vorpommerschen Flusslandschaften über.
Geschützt, gepflegt, gehegt
Um den artenreichen Bestand der Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten, zu pflegen und zu vergrößern, wurden in der gesamten Mecklenburger Seenplatte, Landschutzgebiete, Naturparks und Nationalparks ausgeschrieben. Der Naturpark Sternberger Seenland beherbergt edelholzreiche Mischwälder auf bis zu 30 Meter hohen Steilhängen und ist Heimat der Eisvögel, Fischadler, der Leberblumen und Orchideen. Aus allein 60 Seen besteht der Naturpark Nossentiner-Schwinzer Heide, wo Seeadler und Rohrdommeln sich auf ausgedehnten Flächensandern und Mooren um ihren Nachwuchs kümmern. Weite Wälder zieren auch den Naturpark Feldberger Seenland. Hier nennen Fischotter, See- und Fischadler den ältesten Buchenwald Deutschlands und die sandigen Ebenen sowie die Vielzahl an Binnendünen ihr Zuhause. Im Müritz-Nationalpark befinden sich über 100 Seen, die eine Größe von über einem Hektar erreichen. Der Ort Rechlin wird als das Südtor zum Nationalpark bezeichnet, das Nordtor ist die imposante Stadt Waren (Müritz). Verschiedene Wanderungen führen zu den Mooren, Kranichrastplätzen, zu den Horsten für Beobachtungen der Seevögel, wie auch Rot-, Schwarz- und Damwild.
Grandios und überwältigend ist der Anblick, wenn Adler mit ihren Jungen majestätisch ihre Kreise ziehen.
Und sonst
Als wäre nicht schon alles gesagt, gewinnen abseits der Naturparks, uralte Alleen entlang der asphaltierten und Kopfsteinpflaster-Straßen ihre Schatten spendende Aufmerksamkeit. Die meterdicken Eichen in Dobbertin sind ein Spektakel für Großfamilien. Man braucht schon mehrere Arme, um die knorrigen Stämme zu umschlingen. Eine 1000 Jahre alte Geschichte, gespickt von Sagen und Mythen, erzählen die Ivenacker Eichen, sind sie doch Reste des einstigen Urwaldes.
mueritz-digital: Ausführliche Informationen und viele Bilder rund um die Müritz
