Lüneburger Heide
Die Lüneburger Heide ist mehr als nur eine weite Fläche aus Heide, Wacholder und Mooren zwischen Elbe und Aller. Verteilt über die gesamte Region mit ihren 7 200 Quadratkilometern findet sich eine Fülle an attraktiven und spannenden Angeboten für Erholungssuchende und Familien. Gerade großstadtmüde Menschen können sich hier von der Hektik des Alltags entspannen. Einst war die Heide ein abwechslungsreiches Laubwaldgebiet. Erst nachdem im Mittelalter die ehemals stattlichen Wälder gerodet wurden, um zu Holzkohle verarbeitet oder in der Lüneburger Saline verheizt zu werden, konnte das Heidekraut sich immer weiter ausbreiten. Der zunehmende Reichtum Lüneburgs als Zentrum der Region ist deshalb eng verknüpft mit dem Entstehen der heute typischen, lilafarbenen Heideflächen. Zu ihrem Bestand tragen besonders die Heidschnucken bei. Diese genügsame Schafrasse ist ideal an den Lebensraum Heide angepasst, ebenso wie die Bienenvölker, deren würziger Honig eine der kulinarischen Delikatessen der Region ist.
Die Heide in den Jahreszeiten
Das Klima der Lüneburger Heide ist geprägt von meist trockenen Sommern und einem klar erkennbaren Wechsel der Jahreszeiten. Die schönste Reisezeit ist sicher August und September, wenn sich die Heideflächen in ein Meer aus violetten Blüten verwandeln. Dazwischen tummeln sich Spaziergänger, Radfahrer und gelegentlich auch Reiter, die sich jedoch selbst an schönen, belebten Wochenenden in der weitläufigen Landschaft verlieren. Für Einzelwanderer oder größere Besuchergruppen stehen zwischen Juli und September in den größeren Ortschaften Pferdekutschen bereit. Doch nicht nur im Sommer bietet sich ein Besuch der Heide an. Ruhesuchende Urlauber finden ganzjährig Erholung auf beschaulichen Wanderwegen und in den Gasthöfen der Umgebung. Speziell bei Frost bietet die von Raureif überzogene Landschaft einen unvergleichlichen Anblick.
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Land und Leute
Auch wenn man auf den Dörfern nur noch selten Plattdeutsch hört, ist die Verbindung mit heimatlichen Traditionen noch in vielen Festen und Gewohnheiten deutlich spürbar. Zugleich hat sich die Region modernen Ideen geöffnet, nicht zuletzt durch die Ansprüche der Touristen. Untrennbar verbunden ist die Lüneburger Heide mit dem Namen des Dichters Hermann Löns. Seine Gedichte und Lieder werden auf Dorfabenden gern rezitiert, in Wilsede erinnert ein Gedenkstein an sein Schaffen.
Die Naturschutzgebiete
Herzstücke der Lüneburger Heide sind die beiden Naturschutzparks. Im Norden erstreckt sich der Naturschutzpark Lüneburger Heide. Im seinem Zentrum liegt der 169 Meter hohe Wilseder Berg, von dem aus man im Spätsommer bei gutem Wetter weit über die blühende Landschaft schauen kann. Zwischen Wacholdern und kleineren Mooren ziehen regelmäßig Schäfer mit ihren Heidschnuckenherden umher. Im Süden, zwischen Munster und Celle, liegt der Naturpark Südheide mit einer Fläche von rund 50.000 Hektar, der vorrangig von Wäldern bewachsen ist. Für Naturinteressierte hält der Verein zum Schutz der Lüneburger Heide Informationszentren in Döhle, Undeloh und Niederhaverbeck bereit.
