06.02.2012

Freizeitgestaltung

In Gingst und seiner Umgebung lässt sich vieles entdecken und unternehmen: Wer sportlich aktiv sein möchte, kann auf gut ausgebauten Rad- und Wanderwegen die einzigartige Landschaft erkunden. Aber auch für Kunst- und Kulturinteressierte wird auf Rügen viel geboten: etwa das Theater von Putbus und das Varieté in Binz.

Residenzstadt Putbus
Putbus, die "weiße Stadt" mit ihrem klassizistischen Stadtkern und den berühmten weißen Häusern ist in jedem Fall einen Ausflug wert. Wer architektonisch interessiert ist, sollte an einer der kostenlosen Führungen durch das historische Theater teilnehmen. Abends kann man hier Theaterkultur auf hohem Niveau erleben. Neben dem Theater verfügt Putbus noch über ein weiteres kulturelles Highlight: das Kunst- und Kulturzentrum Orangerie mit ständig wechselnden Ausstellungen regionaler, nationaler und internationaler Künstler. Daneben gibt es eine spannende Dauerausstellung zu Leben und Werk des „Bauhäuslers“ Wolf Hildebrandt zu entdecken.

Ostseebad Binz
Das Ostseebad Binz ist das größte Seebad Rügens. Neben sehenswerten Villenbauten und architektonisch wertvoll gestalteten Hotels ist besonders das Kurhaus einen Besuch wert. Es wurde im Jugendstil erbaut, verfügt über einen Konzertplatz sowie einen Pavillon. Im Varieté Boddenbarsch im Kurhaussaal von Binz tritt allabendlich internationale Besetzung auf, die mit fantasievollen Aufführungen das Publikum unterhält.

Stubnitz: Stubbenkammer und Königsstuhl
Das Naturschutzgebiet Stubnitz auf Jasmund ist für seine zerklüfteten, steil aufragenden Kreidefelsen bekannt, am markantesten der Königsstuhl im Gebiet der „Stubbenkammer“. Der Legende nach soll der Schwedenkönig Carl XII. von der Stubbenkammer aus eine Schlacht seiner Flotte gegen dänische Krieger beobachtet haben. Auch wenn man nun als Urlauber wohl im Gegensatz zu Carl XII. kaum eine Flotte zu befehligen hat, kann man gleichwohl vom Königsstuhl aus eine überwältigende Aussicht genießen.

 

 

Kap Arcona
Was wäre eine Insel ohne Leuchttürme. Der ältere wurde nach Plänen von Schinkel erbaut, er ist nicht mehr in Betrieb, aber seine Plattform bietet eine herrliche Aussicht. Wer sich für die Bauten Schinkels interessiert, kann sich hier in einer Ausstellung über sein Wirken informieren. Der jüngere, größere Leuchtturm ist seit etwa hundert Jahren in Betrieb. Im dazugehörigen Leuchtturmwärterhaus ist eine interessante Ausstellung untergebracht, in der Besucher einiges über Schifffahrtsgeschichte erfahren können.
Ebenfalls sehenswert ist die Burgwallanlage von Kap Arcona. Die Tempelburg wurde einst zur Zeit der slawischen Besiedelung Rügens zu Ehren des Slawengottes Swantevit errichtet; an ihn erinnern Skulpturen am Burgwall.

Kleinspurbahn Rasender Roland
Unbedingt sollte man eine Fahrt im "Rasenden Roland" einplanen, einer etwa Hundert Jahre alten, unverwechselbaren Institution auf der Insel. Für die Strecke von Putbus über Sellin, Binz nach Göhren braucht der "Roland" etwa zwei Stunden. Einst fuhren Theaterbesucher nach der Vorstellung auf diesem Wege wieder nach Hause. Der klassische Dampflokbetrieb des „Roland“ sorgt für ein wunderbar nostalgisches Flair.

Radfahren, Wandern & Co.
Für Wander- und Fahrradfreunde eignet sich die Insel Rügen in idealer Weise, aber auch Wassersportfans kommen hier voll auf ihre Kosten.
Es gibt gut ausgebaute Radwege, zum Beispiel an der Steilküste entlang von Altenkirchen aus zum Kap Arcona oder im Westen durch die Naturlandschaft von Hiddensee. Die zahlreichen Strände und Buchten Rügens laden im Sommer zum Sonnen, Schwimmen und Surfen ein.