Sehenswürdigkeiten
Sie möchten die Geschichte und Kultur des mittelalterlichen Erbes erleben? Dann bietet Ihnen Föhr für jeden Geschmack das Richtige. Der überwiegende dörfliche Bereich und die monumentalen Bauwerke auf Föhr wurden im Mittelalter gegründet und erzählen von einer imposanten Vergangenheit der Handelsschifffahrt und des Walfanges.
Kirchen als Wahrzeichen
Die drei prächtigen, mittelalterlichen Kirchen Föhrs liegen in „Wyk, „Niblum“ und „Süderende“ und jedes dieser außerordentlichen Bauwerke stammt aus dem zwölften beziehungsweise dreizehnten Jahrhundert. Diese Kirchen sind echte Wahrzeichen – liebevoll erhalten und restauriert – und beeindrucken mit ihren Bildern und altertümlichen Gegenständen. Umgeben sind sie von alten Friedhöfen, die ausfüllende Geschichten aus dem mittelalterlichen Leben der Seefahrer und Walfänger erzählen. Die Reise in die Vergangenheit lässt sich kaum näher erleben.
Museen aus einer anderen Welt
Wer es als Einstieg gemütlich und familiär mag, kommt an dem Museum des Ehepaars Sönksen-Martens nicht vorbei. Im „Oevenum“ hat das Paar in der Scheuen des Reetdach-Bauernhauses ein Privatmuseum errichtet, in dem der Hausherr selbst, eine interessante und amüsante Führung bietet. Hier erfahren Sie alles über das Leben auf dem Lande, und keine Frage bleibt unbeantwortet.
In dem idyllischen Dorf „Wrixum“ befindet sich ein weiteres beeindruckendes Museum, dessen Tor aus riesigen Blauwalkieferknochen gefertigt ist. Im Museum selbst lassen sich altertümliche Geräte und Schiffsmodelle des Walfanges und der Seefahrt bestaunen, und auch die volkskundliche Ausstellung mit Trachten und Silberschmuck wird Sie beeindrucken.
Ein besonderes Highlight des Museums ist das „Haus Olsen“. Es befindet sich im Außengelände und ist das älteste Haus Norddeutschlands – erbaut im Jahre 1617.
Für alle jungen (und auch älteren) Paare, die es besonders romantisch lieben, werden in diesem historischen Gebäude auf Anfrage standesamtliche Trauungen absolviert. So wird die Hochzeit allemal zu einem einmaligen Erlebnis!
Der Mühlen große Flügel
Neben dem beeindruckenden Museum bietet „Wrixum“ auch eine große Erdholländer-Mühle zur Besichtigung. Auch in „Oldsum“ gibt es eine große Erdholländer-Mühle, die mittlerweile zu einem zauberhaften Wohnhaus umgebaut wurde. Insgesamt gibt es auf Föhr fünf Mühlen zu besichtigen, doch im Mittelalter waren es weitaus mehr.
Damals dienten sie als Orientierungshilfe für die heimkehrenden Seefahrer, der Westen der Insel stand im Mittelalter unter dänischer Verwaltung. Zwei weitere Mühlen befinden sich heute noch in der Hauptstadt „Wyk“ auf Föhr und die Blockmühle auf dem Gelände des Friesenmuseums in „Wyk“ verfügt noch heute über ihr historisches Mahlwerk. In „Borgsum“ befindet sich die fünfte der bestehenden Mühlen – in Form eines erstaunenswerten – neu erbauten Gallerieholländers.
Zusätzlich sehenswert
Wenn Sie kulturinteressiert sind, empfiehlt sich die „Lembecksburg“, die mit einem Umfang von ungefähr 450 Metern und einer Höhe von dreizehn Metern ein imposanter Ringwall aus dem vierzehnten Jahrhundert ist. Die Burg beherbergt eine mystische Geschichte. Ursprünglich als Stützpunkt der Wikinger genutzt, gelangte sie in den Besitz des holsteinischen Edelmannes Lembeck. Jedoch belagerte der dänische König um 1374 die Burg, da Lembeck nicht gewillt war, Lehneid an den König zu zahlen. Verzweifelt versenkte Lembeck alle Schätze im Brunnen und floh in einem Kahn Richtung Nordsee.
Für Geologen und alle Landschaftsinteressierte ist das „Gotingkliff“ sehr empfehlenswert.
Als beeindruckendste Abbruchkante im Süden Föhrs finden sich hier etliche Steine und „kleine Schätze“, die das einst viel größere Föhr erahnen lassen.
Die einzigen Zeugen der Menschen aus der Zeit, als Föhr noch sehr viel größer war, finden sich am Megalithgrab bei "Utersdum" – aus dem Jahre 2000 vor Christus.
