Kunst und Kultur
Das „Biikebrennen“
Wenn die Krokusse langsam ihre Köpfe hervorstrecken und die Tage wieder länger werden, ist es Zeit für das traditionelle „Biikebrennen“. In allen Dörfern Föhrs wird am 21. Februar der Winter vertrieben. Riesige Holzstapel und Strohballen werden aufgestapelt und in die Mitte der so entstanden Pyramide wird eine Figur – der „Peter“ – als Sinnbild des Winters gestellt und verbrannt.
Einheimische und Urlauber stehen gemeinsam vor den riesigen, beeindruckenden Feuern, um mit Punsch, Tee und Bratwurst den herannahenden Frühling zu feiern.
Der Maizug
Wenn der Mai mit seinem unbestechlichen, zarten Grün bezaubert, werden auf Föhr zu Pfingsten Pferdewagen und Traktoren mit herrlich grünen Zweigen verziert und geschmückt. Ganze Gruppen ziehen mit ihrem grünen Gefährt rund um die Insel, um an verschiedenen Plätzen zu verharren. Hier wird Musik gespielt, kindgerechte Veranstaltungen angeboten und Essen serviert. So wird auf Föhr der Frühling gefeiert – auch abends noch in den Diskotheken und den Gaststätten, in denen jeder herzlich willkommen ist.
Das Ringreiten
Zu den wohl wichtigsten Traditionen auf Föhr gehört das sommerliche Ringreiten, bei dem Reiter im Galopp einen in der Luft befestigten Ring mit einer Lanze aufspießen müssen. Was sich so einfach anhört, bedarf viel Können und Geschick, denn der Ring ist nur an zwei Schnüren befestigt. Der beste Reiter wird zum Ringreiterkönig oder zur –königin gekürt, um bei einem Pferdefestzug durch das Dorf gekrönt und gefeiert zu werden. Und selbstverständlich sind Gäste herzlich willkommen.
Das „kekner“
Wenn der Winter Einzug gehalten hat, ist es Brauch, dass am Silvesternachmittag reich Geschenke verteilt werden, denn Gruppen bunt bemalter und maskierter Kinder ziehen von Haus zu Haus. Sie klingeln an den Türen, singen oder tragen ein Gedicht vor, um dann mit Süßigkeiten oder Obst beschenkt zu werden. Diese Tradition nennt sich „kenkner“ - anderorts auch als „Rummelpott“ bekannt. Aber nicht nur für Kinder eignet sich dieser soziale Brauch, denn auch Erwachsene erfreuen sich zunehmend dieser Tradition, um nach einem kleinen Ständchen mit einem Schnäpschen oder einem Punsch belohnt zu werden. So lässt es sich fröhlich in die Silvesternacht feiern.
