06.02.2012

Kunst und Kultur

Geschichte überall
Wer sich für die Entwicklung des Elbe-Weser-Landes interessiert, der hat einen weiten Weg in die Vergangenheit vor sich. Denn die Landschaft geht zurück auf die seit 1397 in ununterbrochener Rechtsfolge bestehenden Herzogtümer Bremen und Verden. Durch diese lange und kontinuierliche Geschichte findet man daher auch an jeder Ecke Spannendes, Interessantes und Überraschendes. Zum Beispiel kann man eine Zeitreise bis weit zurück in die Jungsteinzeit machen, indem man die Megalithanlagen von Grundoldendorf oder Deinste besucht.

Obstfeste und Kultur
Im Frühjahr und Sommer bietet sich besonders das Alte Land an. Zahlreiche, jährlich wiederkehrende Feste wie zum Beispiel der Kirschmarkt in Jork oder auch die Klassik auf dem Land sind etwas ganz Besonderes. Viele Besucher haben danach plötzlich einen ganz neuen Musikgeschmack entwickelt, weil sie beim Klang der Klassik an die romantische Zeit unter der Kirschblüte zurückdachten. Sollte man hier ins Schwitzen gekommen sein, so kann man nur die gekühlte, hausgemachte rote Grütze empfehlen. Mittlerweile hat sich das historische Rezept von hier überall in Deutschland verbreitet. Im Herbst bieten sich dann der Mathias Markt und die Norddeutschen Obstbautage an.

 

Brot und Heringe
Etwas ganz Besonderes gibt es am Montag drei Wochen vor Ostern in Verden zu bewundern, nämlich die sogenannte Latäre-Spende. Nach einer Legende, die auf Störtebeker im Jahr 1401 zurückgeht, werden hier die Armen, die öffentlichen Bediensteten und Abgesandte der Kirchen mit Heringen und Brot versorgt. Mittlerweile ist aus dem doch eher bescheidenen Mahl ein ganz spezielles Ereignis geworden, bei der Störtebeker Fischkohlsuppe, gefüllte Kartoffel mit Matjesmousse und dergleichen mehr warten. Etwa zweihundert geladenen Gästen wird danach der fangfrische Hering beim traditionellen Heringsessen gereicht.