Sehenswürdigkeiten
Dresden besitzt Weltruf als Stadt der barocken Architektur. Aus dem klassischen Barock entwickelte sich im 17. und 18. Jahrhundert der sogenannte Dresdner Barock. Er entstand unter dem Dresdner Fürsten August dem Starken und dessen Sohn August Friedrich II. Im Gegensatz zum ansonsten in Deutschland verbreiteten Barock enthält der Dresdner Barock zahlreiche italienische und französische Elemente. Überall in Dresdens Innenstadt stößt man auf barocke Bauwerke. So sind die beiden wichtigsten Einkaufsstraßen, die Königsstraße und die Hauptstraße, von zahlreichen barocken Bürgerhäusern gesäumt. Viele der Bauten des Barocks umrahmen auch den Dresdner Neumarkt, einen Platz zwischen dem Altmarkt und dem Ufer der Elbe. Hier befindet sich auch das Wahrzeichen der Stadt, die Dresdner Frauenkirche.
Die Dresdner Frauenkirche
Die Geschichte der Dresdner Frauenkirche ist eng mit der Geschichte der Stadt verknüpft. Die protestantische Barock-Kirche wurde in den Jahren 1726 bis 1744 erbaut. Während der Luftangriffe auf Dresden im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer beschädigt, im Februar 1945 brannte sie schließlich vollständig aus und stürzte ein. Während der DDR-Zeit diente die Ruine der Kirche als Mahnmal gegen den Krieg. Nach der Wiedervereinigung wurde die Kirche, unterstützt von Spendern aus aller Welt, wieder aufgebaut. Der Wiederaufbau war im Jahr 2004 abgeschlossen und 2005 wurde die Kirche mit einem Gottesdienst wieder eingeweiht. Heute ist die Frauenkirche wieder einer der größten Bauten aus Sandstein in ganz Europa und besitzt zudem eine der größten Steinkuppeln auf dem Kontinent. Besucher aus der ganzen Welt kommen nach Dresden um die wieder aufgebaute Kirche, die nun ein Mahnmal für die Versöhnung ist, zu besichtigen.
Direkt neben der Frauenkirche befindet sich das Johanneum – das ehemalige Stallgebäude des Kurfürsten. Die Fassade des Bauwerks ist mit Sgraffito-Malereien verziert und im Inneren befinden sich heute die Ausstellungsräume des Dresdner Verkehrsmuseums.

Die Semperoper – kulturelles und architektonische Wahrzeichen Dresdens
Ein weiteres Wahrzeichen Dresdens ist die berühmte Semperoper. Dieser prachtvolle Bau in der Innenstadt beherbergt die traditionsreiche Sächsische Staatskapelle. Diese begleitet schon seit dem frühen 18. Jahrhundert Opern und ist damit das älteste Orchester der Welt. Der Bau der Semperoper wurde zum ersten Mal im Jahr 1838 von dem Architekten Johann Friedrich Semper begonnen, er errichtete damals ein neues königliches Hoftheater. Das ursprüngliche Bauwerk wurde in seiner langen Geschichte zweimal zerstört, es wurde jedoch immer wieder aufgebaut.
Der Dresdner Zwinger – im Herzen der Altstadt
Im Zentrum der Altstadt Dresdens liegt der Dresdner Zwinger. Dieses weitläufige Stadtschloss gehört zu den größten Bauten im Stil des Spätbarock in ganz Europa. Die ersten Gebäude der Anlage wurden schon in den Jahren 1710 bis 1728 unter dem Kurfürsten August dem Starken errichtet. Im Jahr 1855 ergänzte Friedrich Semper die Südseite um einen Museumsbau im Renaissance-Stil. Heute befinden sich im Inneren des beeindruckenden Bauwerks zahlreiche sehenswerte Sammlungen, so zum Beispiel eine Porzellansammlung und eine Gemäldegalerie. Der Innenhof des Zwingers lädt zum Entspannen ein, er ist durch zahlreiche Brunnen verziert und dient im Sommer als Bühne für Konzerte und Theatervorstellungen.
